Hallo Welt! Ich bin Martina Scholle, Grafik-Designerin in München

Über ein viertel Jahrhundert bin ich in diesem Job unterwegs und habe wohl so ziemlich alles gemacht, was ein Grafiker zu machen hat:
Broschüren, Infohefte, Flyer, Poster, Verpackung, Visitenkarten, Logos, Animationen, Filmschnitt, Bildbearbeitung, Zeichnungen, Webseiten, Präsentationen... Ich habe Urkunden entworfen, Pokale, habe Fahnen bedrucken lassen, Schilder entworfen, Orientierungssyteme entwickelt und unzählige Fernsehbilder erstellt.

Und wo das ganze - und für wen?

Es gibt zwei Arbeitgeber, denen ich meine Dienste anbiete:

Einer davon ist eine Sendeanstalt, der Bayerischen Rundfunk.
Ich arbeite in der aktuellen Grafik. Dort erstellen wir im Team Bilder für die Moderationshintergründe. Ich arbeite dort fast ausschließlich für die Rundschau und die Abendschau.

Und wie funktioniert das?
Wir werden kalendertäglich disponiert. Fernsehen gibt es an 365 Tagen. So kommt es immer wieder vor, dass man am Wochenende arbeiten muss oder sogar an Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten. Aber man gewöhnt sich dran.

Der Arbeitstag ist durchgetaktet, die Pausen klar definiert. Oftmals steht man unter enormen Stress und Zeitdruck.
Der nicht zu unterschätzende Vorteil ist aber, dass man nichts mitschleppt in den nächsten Tag. Alles, was geschaffen wurde, ist gesendet und am nächsten Tag warten schön neue Themen, zu denen wir Bilder machen werden.

Und die andere Anstalt?

Der anderer Arbeitgeber ist das Klinikum rechts der Isar

Mein Einsatzbereich dort ist die Chirurgie.
Und was macht ein Grafiker in einer Krankenanstalt?
Sich fast ausschließlich medizinischen Themen widmen.
Allerdings warten dort auf mich alle möglichen Grafikformate und Aufgabenstellungen. Ein weites Feld, quer durch alle Medien.

Während sich die Fernsehbilder längst versendet haben, warten hier oft längerfristige Projekte. Oftmals im Printbereich, doch auch im Web. Kongresse werden mitunter Monate im voraus geplant und so auch das Info- und Begleitmaterial für die potentiellen Teilnehmer. Ich entwerfe und gestalte alle möglichen Medien und produziere auch zum größten Teil die Bilder und Zeichnungen darin selbst.

Beide Jobs sind sehr anspruchsvoll und auch zeitintensiv. Oftmals, wenn ich mich festgebissen habe an die Pixel, wird es spät, und die doch recht oft vorkommende Wochenendarbeit ist auch nicht unbedingt kompatibel für Freunde und Freizeit.
Aber trotzdem ist irgendwann das letzte Pixel erloschen, der Arbeitstag hat sich dem Ende geneigt und die Computer sind heruntergefahren
Und dann? Ich mache Musik







Luftklinger

Wenn das letzte Pixel erloschen ist, greife ich zu analogen Instrumenten.
Ich spiele Blasinstrumente und besitze eine Silberflöte, ein Barocktraverso, oder Flauto Traverso genannt (im Bild), eine Böhmflöte aus Grenadillholz, eine irische TinWhistle, eine japanische Shakuhachi aus Bambus und drei Didgeridoos.
Ein Didge habe ich selbst gebaut, ein Zweites stammt aus Australien und ist wunderschön bemalt. Und dann besitze ich noch ein wunderschönes Didge in Schneckenform gebogen.

Seit kurzem spiele ich auch noch Sopransaxophon und bewege ich mich hin zum Jazz und freier Improvisation.

Und wer jetzt zu allen diesen Themen mehr erfahren möchte, der möge doch bitte meinen Weblog besuchen.
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Mein Weblog

Wenn man in Sachen Webdesign unterwegs ist, dauert es nicht lange, bis man den dringenden Wunsch verspürt, ein eigenes Blog zu besitzen. Die Entstehung meines Blogs ist allerdigs eine merkwürdige Geschichte:

Für einen Blog braucht man als erstes ein Content Management System (CMS) im Hintergrund. Diese Systeme waren mir nicht fremd. Es sind datenbankgestützte Redaktionssysteme, die es zum Beispel erlauben, dass mehrere Menschen an verschiedenen Orten gleichzeitig an einer Seite arbeiten können. Im BR arbeitet man mit "Sophora", ein extra für den Sender entwickeltes CMS. Als Open Source gibt es aber im Netz eine Vielzahl von Content Management Systeme frei zum herunterladen. Ich arbeitete bereits mit Wordpress, Typo3, Zope und das BR-eigene Sophara.
Nun wollte ich ein Content Management System auch in der Tiefe, im Backend, verstehen und beherrschen. Und so gönnte ich mir einen Kurs und entschied mich für DRUPAL, ein Open Source CMS. Ich kam gut voran und es entstanden einige interessante Seiten. Am Ende des Kurses stand noch das Publizieren im Netz auf dem Plan. Um das realistisch durchzuprobieren, brauchte man aber eine Domain. Ich überlegte kurz und beschloss, für den Kurs und meinen Mitstreitern eine Domain zu kaufen, um so zu einem sinnvollen Abschluss zu kommen. Spontan fiel mir der Name "Minusblog" ein. Ich fand ihn sehr treffend für die wilden digitalen Experimente, die wir machten, wo doch weniger oft mehr ist. Ich war überrascht, die Domain war noch frei und zu haben. Ich kaufte!
Und das hab ich nun davon!
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und hier "to the Top"